Circular Economy
Wir entwickeln Gebäude und Sanierungen so, dass Bauteile und Materialien möglichst lange genutzt, wiederverwendet und hochwertig verwertet werden können.
Dadurch werden Rohstoffbedarf und Abfall reduziert und Gebäude langfristig anpassbarer geplant.
← Zurück zu Circular Economy & Life Cycle
Circular Economy
Circular Economy im Bauwesen bedeutet, Gebäude so zu planen, zu sanieren und weiterzuentwickeln, dass Materialien und Bauteile möglichst lange genutzt und nach ihrer ersten Verwendung erneut eingesetzt werden können. Ziel ist es, den Bedarf an neuen Rohstoffen zu reduzieren, Abfälle zu vermeiden und den Wert der im Gebäude gebundenen Ressourcen möglichst lange zu erhalten.
Dabei betrachten wir nicht nur das Recycling am Ende der Nutzungsdauer. Entscheidend ist bereits die Planung: Welche Bauteile können erhalten werden? Welche Konstruktionen lassen sich später wieder lösen? Welche Materialien können erneut verwendet werden? Und wie kann ein Gebäude so geplant werden, dass es sich an veränderte Nutzungen anpassen lässt, ohne große Teile zurückbauen zu müssen?
Bestehende Bausubstanz erhalten
Bei Sanierungen prüfen wir zunächst, welche vorhandenen Bauteile und Konstruktionen weiter genutzt werden können. Der Erhalt bestehender Strukturen kann Ressourcen sparen und verhindert, dass funktionsfähige Bauteile vorzeitig zu Abfall werden.
Dabei betrachten wir unter anderem Tragstruktur, Fassade, Ausbau, technische Komponenten und vorhandene Materialien. Auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, welche Bereiche erhalten, angepasst, aufgearbeitet oder ersetzt werden sollten.
Wiederverwendung und Recycling
Bauteile müssen nicht zwangsläufig nach der ersten Nutzung entsorgt werden. Fenster, Türen, Fassadenelemente, Bodenbeläge, technische Komponenten oder andere Bauteile können je nach Zustand und Konstruktion wiederverwendet oder für eine weitere Nutzung aufbereitet werden.
Wo eine direkte Wiederverwendung nicht möglich ist, betrachten wir die Recyclingfähigkeit der verwendeten Materialien. Dabei ist wichtig, ob Materialien sortenrein getrennt werden können oder durch Verklebungen und Verbundkonstruktionen so miteinander verbunden sind, dass eine hochwertige Verwertung erschwert wird.
Rückbaufreundliche Konstruktionen
Wir betrachten, wie Gebäude und Bauteile konstruiert werden müssen, damit sie später möglichst zerstörungsarm demontiert werden können.
Lösbare Verbindungen, klar getrennte Materialschichten und zugängliche Konstruktionen erleichtern Reparatur, Austausch und Rückbau. Dadurch können einzelne Komponenten ersetzt werden, ohne komplette Bauteile oder Konstruktionen zu zerstören.
Das verbessert nicht nur die Kreislauffähigkeit, sondern kann auch spätere Umbauten und Instandhaltungsarbeiten vereinfachen.
Anpassungsfähige Gebäude
Ein Gebäude sollte möglichst lange genutzt werden können, auch wenn sich Anforderungen verändern. Deshalb betrachten wir auch die Anpassungsfähigkeit von Grundrissen, Konstruktionen und technischen Systemen.
Flexible Raumstrukturen, austauschbare Bauteile und anpassbare technische Konzepte können dazu beitragen, dass Gebäude später umgenutzt oder modernisiert werden können, ohne umfangreiche Rückbauarbeiten durchführen zu müssen.
So verlängert sich die tatsächliche Nutzungsdauer des Gebäudes und der vorhandenen Ressourcen.
Materialwahl und Sekundärrohstoffe
Bei der Materialauswahl betrachten wir, ob Recyclingmaterialien, wiederverwendete Bauteile oder nachwachsende Rohstoffe eingesetzt werden können.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele unterschiedliche „ökologische“ Produkte einzusetzen, sondern Materialien so auszuwählen, dass Herkunft, Lebensdauer, Reparierbarkeit, Trennbarkeit und spätere Verwertung zusammenpassen.
So kann bereits in der Planung der Einsatz neuer Primärrohstoffe reduziert werden.
Vom Gebäude zum Materiallager
Ein Gebäude enthält große Mengen an Materialien, die über Jahrzehnte gebunden bleiben. Im Sinne der Circular Economy werden diese Materialien nicht als zukünftiger Abfall, sondern als Ressource betrachtet.
Durch eine strukturierte Dokumentation wird nachvollziehbar, welche Materialien und Bauteile vorhanden sind, wie sie verbunden wurden und welches Potenzial für Wiederverwendung oder Recycling besteht.
Diese Informationen können später für Sanierung, Umbau, Rückbau oder Materialverwertung genutzt werden.
Unsere Leistung
Wir analysieren bestehende oder geplante Gebäude hinsichtlich Ressourceneinsatz, Erhalt, Wiederverwendung, Demontierbarkeit, Trennbarkeit und Recyclingfähigkeit.
Auf dieser Grundlage entwickeln wir konkrete Maßnahmen für Konstruktion, Materialwahl und Rückbau. Bei Bedarf vergleichen wir unterschiedliche Varianten und zeigen auf, welche Lösungen den Rohstoffbedarf reduzieren und die spätere Wiederverwendung von Bauteilen erleichtern.
So entsteht eine konkrete Grundlage für ressourcenschonende Planung, Sanierung und langfristige Gebäudenutzung.