Materialökologie & Gebäuderessourcenpass

Wir erfassen Materialien, Bauteile und Ressourcen eines Gebäudes und bewerten Herkunft, Schadstoffe und Kreislauffähigkeit.
So wird sichtbar, was verbaut ist und welches Potenzial für Wiederverwendung, Recycling und späteren Rückbau besteht.

Materialökologie & Gebäuderessourcenpass

Wir erfassen und bewerten die im Gebäude eingesetzten Baustoffe und Bauteile und schaffen damit Transparenz darüber, welche Ressourcen tatsächlich verbaut sind, woher sie stammen und wie sie sich über den Lebenszyklus weiterverwenden oder verwerten lassen.

Dabei betrachten wir unter anderem Materialarten und Materialmengen, die Herkunft der eingesetzten Rohstoffe, Recyclinganteile, nachwachsende Rohstoffe, Schad- und Risikostoffe sowie die spätere Demontierbarkeit, Trennbarkeit und Verwertbarkeit der Konstruktionen. Genau diese Informationen bilden auch eine wesentliche Grundlage für den Gebäuderessourcenpass.

Warum Materialökologie wichtig ist

Die Materialwahl beeinflusst nicht nur die Umweltwirkung eines Gebäudes, sondern auch Innenraumqualität, Rückbau, Wiederverwendung und spätere Recyclingmöglichkeiten.

Deshalb betrachten wir nicht nur einzelne Produkte, sondern auch ihre Funktion im Gebäude und ihre Verbindung mit anderen Bauteilen. Entscheidend ist beispielsweise, ob Materialien sortenrein getrennt werden können, ob Bauteile zerstörungsarm demontierbar sind und ob sie nach dem Rückbau wiederverwendet oder hochwertig recycelt werden können.

So lassen sich Materialien bereits in der Planung gezielter auswählen und spätere Probleme bei Rückbau, Entsorgung oder Wiederverwertung vermeiden.

Was im Gebäuderessourcenpass dokumentiert wird

Der Gebäuderessourcenpass bündelt zentrale Informationen über die im Gebäude gebundenen Ressourcen und deren Kreislauffähigkeit.

Dokumentiert werden unter anderem:

  • Gebäudeinformationen und Gebäudemassen
  • Materialarten und Materialmengen
  • Materialherkunft
  • Recyclinganteile und nachwachsende Rohstoffe
  • Bau- und Abbruchabfälle
  • Treibhausgasemissionen
  • Anpassungsfähigkeit der Gebäudestruktur
  • Demontierbarkeit und Trennbarkeit
  • Materialverwertungspotenziale
  • Zirkularität

Die aktuelle Fassung des DGNB-Gebäuderessourcenpasses liegt in Version 1.3 mit Stand Juni 2026 vor. Er kann sowohl für Neubauten als auch für Bestandsgebäude erstellt werden und ist in einer vollständigen sowie einer reduzierten Fassung verfügbar.

Neubau und Bestand

Bei Neubauten kann der Gebäuderessourcenpass bereits während der Planung aufgebaut werden. Dadurch lassen sich Materialien und Konstruktionen frühzeitig dokumentieren und auf ihre spätere Kreislauffähigkeit prüfen.

Im Bestand dient er dazu, vorhandene Ressourcen sichtbar zu machen. Besonders bei Sanierungen, Umbauten oder geplanten Rückbauten kann dadurch erkannt werden, welche Bauteile erhalten, wiederverwendet oder als Sekundärrohstoffe weitergenutzt werden können.

So wird das Gebäude nicht nur als Immobilie betrachtet, sondern auch als langfristiger Material- und Ressourcenspeicher.

Verbindung zur Circular Economy

Der Gebäuderessourcenpass bildet eine wichtige Datengrundlage für zirkuläres Bauen. Er zeigt, welche Materialien bereits aus wiederverwendeten oder recycelten Quellen stammen und welches Potenzial nach Ende der Nutzung für Wiederverwendung oder Recycling besteht.

Auf dieser Grundlage können auch Zirkularitätskennzahlen beziehungsweise ein Zirkularitätsindex ermittelt werden. Die DGNB nutzt den Gebäuderessourcenpass ausdrücklich als Datenbasis für die Bewertung der Zirkularität von Gebäuden.

Unsere Leistung

Wir strukturieren die vorhandenen Gebäude-, Bauteil- und Materialinformationen, erfassen die relevanten Mengen und Eigenschaften und bereiten die Daten für den Gebäuderessourcenpass auf.

Dabei identifizieren wir fehlende Informationen, prüfen vorhandene Produkt- und Planungsunterlagen und zeigen auf, wo Materialien oder Konstruktionen hinsichtlich Umweltwirkung und Kreislauffähigkeit verbessert werden können.

Auf Wunsch vergleichen wir unterschiedliche Material- und Konstruktionsvarianten und zeigen, wie sich Änderungen auf Ressourcenverbrauch, Wiederverwendbarkeit, Recyclingfähigkeit und spätere Rückbauprozesse auswirken.

So entsteht nicht nur eine Dokumentation des heutigen Zustands, sondern eine belastbare Grundlage für Materialentscheidungen, Sanierung, Rückbauplanung und zirkuläres Bauen.

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